Wuselige Baustelle

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An zwei Tagen (13./20. September 22) durfte ich als zukünftiger Bewohner an unsere Häuser selbst Hand anlegen. In der Erwartung, beim Strohbau mitmachen zu können, wurde ich aber fast direkt bei Ankunft bei den Putzarbeiten eingeteilt. Fast direkt heißt, ich musste in dem Gewusel auf der Baustelle erst mal jemanden finden, der mich aufnimmt! Auf der Baustelle arbeiten gerade unglaublich viele Menschen an unterschiedlichen Gewerken: Stroh einbauen und frisieren, Kalkputz auftragen und glätten, Lehmputz auftragen und glätten bzw. abrunden, Dach decken, Steckdosen aussägen, Innenwände und Decken mit Platten auskleiden, …

Es stellte sich aber heraus, dass mein Einsatz geklärt war!

Ronny, Stefan und René wiesen mich in die Prozesse ein und ich durfte überall mithelfen. Die wertvolle Putz-Spritze war jedoch Chef-Sache!

Es war wunderbar, funktionierte überwiegend reibungslos, und vielleicht findet der/die eine oder andere zukünftige Bewohner:in eine Überraschung 🙂

Besonders beeindruckte mich der Umgang mit den Materialien und Maschinen. Teilweise war dies auch eine Besonderheit in der Kalkbearbeitung, da Kalk sehr angriffslustig ist. Am ersten Einsatztag war ich – nachdem die Wand bereits einmal mit Kalkputz bespritzt war – bestimmt 2 Stunden nur mit der Reinigung der Maschine, Schläuche und sonstigen Materialien beschäftigt.

Aber auch auf der sonstigen Baustelle war immer wieder ein Aufräum- und Reinigungsprozess im Gange. Und auch der Umgang mit dem – sowieso schon – wenigen Müll war für mich überraschend.

Besonders interessant waren die Pausen mit den ganzen Beschäftigten. Es war eine tolle, lockere Stimmung, es fanden viele Gespräche über nachhaltiges Bauen und Expertisen der einzelnen Arbeiter:innen statt. Außerdem waren es ja viele Menschen, die aus unterschiedlichsten Ecken nach Lüneburg kamen, und über diese Ecken konnte auch viel gesprochen und gelacht werden!

Danke für die tolle Erfahrung an alle Beteiligten!

Christopher