„Die Ökos von querbeet“

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„Kennst du querbeet?“

„Ja, das sind doch diese Ökos mit den Birkenstocks, die im Hanse-Viertel irgendwas bauen.“

Gespräch zwischen zwei Unbekannten

So oder so ähnlich hat Vio vor kurzem einem Dialog in Schröders Garten lauschen können. Es ist schön, dass wir als querbeet in Lüneburg bekannt sind. Mit einigen Vorurteilen, die etwas durchklingen, möchte ich aber in diesem Beitrag aufräumen.

Vorurteile

Es gibt einige Vorurteile über Wohnprojekte. Einige stimmen auch, viele verpuffen in Rauch, wenn man uns erlebt.

Auch ich hatte Vorurteile.

  • Bauen mit Holz, Stroh und Lehm das müssen doch alles „radikale“ Ökos sein.
  • Müssen wir jetzt Veganer werden?
  • Dürfen wir jetzt nichts mehr bei Amazon bestellen?
  • Ist ein Auto überhaupt erlaubt?

Nein, nichts von dem hat sich bewahrheitet. Viel mehr befinden wir uns alle im Dialog und in der Reflexion des eigenen Handelns im Kontext der Nachhaltigkeit. Es gibt keine „radikalen“ Ökos, alles ist erlaubt, unser Konsens ist allerdings, dass unser Bau möglichst nachhaltig und am Menschen orientiert ist. Dieses gemeinsame Projekt ist nicht immer einfach, vor allem nicht in der aktuellen Situation mit steigenden Baupreisen. Doch unsere gemeinsame Vision regt jede einzelne Baupartei dazu an, über sich nachzudenken und hält uns auch in schwierigen Zeiten zusammen.

Reflexionsfragen

  • Wie ist mein Konsumverhalten?
  • Wie wollen wir uns zukünftig fortbewegen?
  • Wie gehe ich mit Lebensmitteln um?
  • Wie kann ich Vereinsamung im Alter begegnen?
  • Und kann ich mir das überhaupt zukünftig alles leisten?
  • Wie bekomme ich Arbeit und Familie unter einen Hut?
  • Wie kann ich Gemeinschaft und Nachbarschaft gestalten?
  • Muss ich alles neu anschaffen oder kann ich auch einfach mal nebenan fragen?

Das sind aktuell nicht die Fragen, die sich Ökos stellen. Das sind elementare Fragen, die sich aktuell fast jede*r Bundesbürger*in in dieser irrsinnigen Zeit stellt. querbeet ist ein Versuch, diesen Fragen mit konkreten Antworten zu begegnen.

Vorbild

Die Lüneburger Bürgermeisterin beschreibt querbeet als innovatives Projekt mit Vorbildfunktion für das Bauen und Wohnen der Zukunft. Durch unsere Strohbauaktion haben wir sogar großes Aufsehen in der Fach-Community des nachhaltigen Bauens machen können. Denn wir bauen Deutschlands größte Wohnanlage in strohgedämmter, direkt mit Lehm und Kalk verputzter Holzbauweise und das erste viergeschoßige Holzgebäude im ganzen Landkreis Lüneburg.

So wird schon zahlreich über uns berichtet.

Genau dieser Geist verbindet uns. Wir wollen Vorbild sein, wir wollen gestalten in einer Zeit, die zum Resignieren einlädt.

Wir können also zeigen, dass nachhaltiger, hochwertiger Bau in einer nachbarschaftlichen Gemeinschaft auch ohne Birkenstock möglich ist, oder mit – so wie mensch eben mag.

querbeet ist eine grüne Insel im Hanseviertel, die Strahlkraft in die Nachbarschaft hat und bundesweit Vorbild ist.

Wir laden jeden und jede ein, uns zu besuchen, uns kennenzulernen und unsere Prozess im Blog oder Bautagebuch zu verfolgen.

Trage dich gerne in unseren Newsletter ein und verfolge unsere Entwicklung.

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